Mit nur einem Punkt im Gepäck haben die Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 am Dienstagabend die Rückreise aus Köln antreten müssen. Der Spitzenreiter der Oberliga unterlag bei der SGW Rhenania/Poseidon im Fünfmeterwerfen mit 11:13 (2:3, 3:2, 3:2, 1:2, 2:4). Weil Verfolger Düsseldorfer SC im Parallelspiel zuhause mit 10:8 gegen Iserlohn siegte, schrumpfte damit der Vorsprung der Hammer an der Tabellenspitze auf sieben Zähler.
Trotz des Punktverlustes bei den vor der Partie vorletzten Kölnern, zeigte sich Rote Erde-Trainer Kristian Berg nicht unzufrieden mit der Leistung seines Teams. „Köln hat – anders als in vielen Spielen zuvor – gegen uns seine absolut beste Besetzung ins Wasser gebracht. Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, berichtete er.
Berg hatte vor der Saison die SGW Rhenania/Poseidon als eines der Topteams der Liga ausgemacht. Allerdings hatten die Rheinländer zwischenzeitlich immer wieder mit großen Personalproblemen zu kämpfen und rutschten schnell ins untere Tabellendrittel ab. Zuletzt waren sie allerdings im Aufwind. Der Sieg gegen Rote Erde ist bereits der dritte Erfolg in Serie. Laut Berg hätte es dazu allerdings nicht kommen müssen: „Wir hätten den Sieg wirklich verdient gehabt. Ich kann der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Wir standen in der Defensive gut und haben wenig Chancen zugelassen“, zog der Rote Erde-Coach nach der Partie Bilanz.
Allein im Angriff habe vielleicht „etwas die Durchschlagskraft gefehlt. Wir hätten die eine oder andere Chance konsequenter nutzen können“, kritisierte Berg, der sich allerdings auch mit einigen Schiedsrichterenscheidungen unzufrieden zeigte, vor allem in der zweiten Hälfte der Begegnung. „Das eine oder andere Stürmerfoul hätte nicht sein müssen. Auch bei einigen Herausstellungen sind die Schiris etwas von ihrer Linie zuvor abgekommen“, ärgerte sich der Hammer Trainer.
Dennoch hatte der SC Rote Erde den dreifachen Punktgewinn selbst in der Hand. In der hart umkämpften Partie mit mehrfach wechselnden Führungen erzielte Titus Fogler 40 Sekunden vor Schluss die Führung zum 9:8. Im darauf folgenden Angriff kassierten die Hammer jedoch eine Herausstellung. Zwölf Sekunden vor Ende der Begegnung gelang den Kölnern in Überzahl der Ausgleich. Im Fünfmeterwerfen hatten die Hausherren dann die besseren Nerven und netzten viermal ein, der SC Rote Erde nur zweimal. Nächster Gegner der Hammer ist am Samstag, 25. April, Schlusslicht SV Rheinhausen, das zweite von drei Auswärtsspielen in Serie.
SC Rote Erde Hamm: Berg, Jones – Theismann (2), Dahlmann (3), Draskowitsch (1), H. Kohle, Constapel (2), Müller, Fogler (2), S. Kohle, Giesen

Foto: Tom Dahlmann traf in Köln dreimal für den SC Rote Erde (Foto: Konstantin Berg)







