Im Juli haben die Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 vor mehr als 400 Zuschauern den Aufstieg gefeiert. Jetzt hat für die Mannschaft von Trainer Kristian Berg die Mission Klassenerhalt in der Wasserballliga West begonnen. Vor zwei Wochen ist diese wieder ins gemeinsame Teamtraining eingestiegen. „Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen“, sagt Berg.
Seine Truppe bleibt im Wesentlichen personell unverändert. Berg peilt ohne Neuzugänge den Verbleib in der Wasserballliga West an, nach der Teilung der Bundesliga in eine 1. und 2. Bundesliga die dritthöchste Spielklasse. Der Hammer Trainer setzt vor allem auf eine Weiterentwicklung seines Teams. Wichtige Stützen der Mannschaft sind erst 19 oder 20 Jahre alt. „Da ist definitiv Potenzial vorhanden, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Wir müssen dazu allerdings beim Training noch eine Schippe drauflegen“, fordert Berg.
Das gilt nicht nur für die Einheiten im Wasser. Auch das Krafttraining des Teams soll ausgebaut werden. Um dieses richtig steuern zu können und generell das Training optimieren zu können, hat die Mannschaft am Wochenende unter professioneller sportwissenschaftlicher Begleitung einen Leistungstest in den Räumen des Zentrums für Physiotherapie (ZFP) in Bielefeld absolviert. „Wasserball ist eine intensive Kontaktsportart. Es ist wichtig, dafür gute athletische Voraussetzungen zu haben“, erklärt ZFP-Geschäftsführer Christian Peiler.
Er hat mit seinem Team die Tests durchgeführt und erstellt für jeden Spieler eine individuelle Auswertung mit Empfehlungen für das weitere Training. Peiler, dessen Sohn Simon als Torwart in der U-16 des SC Rote Erde sowie auch schon im Herrenbereich spielt, wird auch das Training der Mannschaft im weiteren Verlauf der Saison begleiten.
Neue Impulse verspricht sich die Wasserballabteilung im TuS 1859 auch durch Trainer Kristian Berg, der aktuell seinen Trainerschein macht. „Er verfügt bereits über extrem viel Erfahrung am Beckenrand. Und als ehemaligem Bundesligaspieler macht ihm so schnell niemand etwas vor. Aber wir freuen uns sehr, dass er sich bereiterklärt hat, jetzt auch ganz offiziell Trainer zu werden. Er wird in der Ausbildung sicher auch noch etwas mitnehmen können, das die Mannschaft weiterbringt“, sagt Christian Müller, der Vorsitzende der Abteilung. Er ist davon überzeugt, „dass wir sehr gute Chancen haben, in der Liga zu bleiben. Dazu müssen aber alle vom Anfang bis zum Ende der Saison voll mitziehen“.
Für Coach Berg, der dreifacher Vater ist, ist der Erwerb des Trainerscheins neben dem Beruf und den privaten Verpflichtungen eine Herausforderung. „Aber für den Klassenerhalt müssen wir alle unseren Beitrag leisten“, betont er. Voraussichtlich Ende November wird die Saison für die Hammer Wasserballer starten. Noch gut zwei Monate hat der Rote Erde-Trainer also Zeit, um seine Mannschaft fit zu machen für die Mission Klassenerhalt in der Wasserballliga West. boh
Die Fotos (Fotocredit privat) zeigen die Mannschaft beim Test mit dem Team der Praxis, außerdem Spieler Thomas Batt bei einer Koordinationsübung.














