Nur ein Punkt fehlt den Oberliga-Wasserballern des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 noch zum Aufstieg in die Wasserballiga West (ehemals 2. Liga West). Am Heimspiel am Montag (29. Juni, 20.30 Uhr) im Maximare gegen die SGW Iserlohn würde ihnen ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit reichen, um den angepeilten Sprung in die höhere Spielklasse zu besiegeln.
Soweit die Theorie. In der Praxis zählt für Trainer Kristian Berg jedoch nur ein Sieg gegen die Sauerländer, die aktuell auf dem achten Platz stehen. „Wir haben ganz klar den Anspruch, zuhause drei Punkte zu holen“, stellt er klar.
Denn der SC Rote Erde möchte sich nicht nur den Aufstieg, sondern auch den Titel in der Oberliga sichern. Um diesen sicher eintüten zu können und nicht auf Patzer der Konkurrenz angewiesen zu sein, brauchen die Hammer mindestens fünf Punkte aus den verbliebenen beiden Spielen.
Gerne hätte Coach Berg schon früher Klarheit gehabt in Sachen Aufstieg und Titelgewinn. Die Auswärtsschwäche seiner Mannschaft machte ihm jedoch einen Strich durch seinen Plan. In der Fremde gewann der Tabellenführer nur etwa die Hälfte seiner Spiele.
Zuhause ist die Bilanz eine völlig andere. Im Maximare ist der SC Rote Erde zumindest in der Liga in dieser Saison ungeschlagen. Zurecht setzt Trainer Berg deshalb auf den Heimvorteil vor eigenem Publikum.
Ganz weiß ist die Heimweste der Hammer dennoch nicht. Denn ausgerechnet die SGW Iserlohn warf diese im Maximare aus dem Pokalwettbewerb des Schwimmverbandes NRW. „Wir sind gewarnt, zumal wir auch das Hinspiel in Iserlohn nur mit einem Tor gewonnen haben“, sagt Berg und rechnet „mit einem harten Stück Arbeit. Ich bin mir sicher, dass uns Iserlohn, was den Aufstieg angeht, in die Suppe spucken will.“
Sein Team müsse deshalb „von Anfang an hellwach sein. Wir müssen unser Spiel machen“, fordert der Hammer Trainer, der zuhause in der Liga „unbedingt ungeschlagen bleiben will“. Die beiden Mannschaften kennen einander gut, haben in den vergangenen Jahren immer wieder gegeneinander gespielt. „Es wird sicherlich wieder ein körperbetontes Spiel“, vermutet Berg.
Sollte seine Mannschaft am Montag gegen Iserlohn gewinnen, kann sie sich am 10. Juli (19 Uhr) nach dem Aufstieg gegen den Zweitplatzierten Düsseldorf auch die Oberligameisterschaft sichern. Dieses Heimspiel findet allerdings nicht im Maximare statt, sondern wird im Freibad Süd ausgetragen, das an diesem Tag seinen 50. Geburtstag feiert.

Foto: Lukas Knips







