Die Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 haben ihre komfortable Situation an der Spitze der Oberliga ausgebaut. Sie setzten sich zuhause mit 15:14 (4:3, 3:4, 5:3, 3:4) gegen Verfolger Stolberger SV durch und haben auf den Drittplatzierten jetzt neun Punkte Vorsprung. Auf den Tabellenzweiten Düsseldorfer SC II sind es sechs Zähler.
Das Verletzungs- und Krankheitspech blieb den Hammern allerdings auch im Heimspiel im Maximare treu. Kurzfristig mussten ihr zweitbester Torschütze Finn Constapel sowie Stammtorwart Justus Berg passen. Der Ausfall von Berg wog auch deshalb so schwer, weil Ersatzmann Brock Jones aufgrund eines Auslandsaufenthalts nicht zur Verfügung stand. Im Tor musste deshalb David Kosmalla aushelfen, der üblicherweise in der dritten Mannschaft in der Bezirksliga Westfalen den Kasten hütet.
“Wir sind extrem dankbar, dass er eingesprungen ist. David hat seine Sache wirklich gut gemacht”, lobte Berg, dessen Team sich den Abend gegen Stolberg allerdings unnötig schwer machte. Dabei sah es zunächst danach aus, als würde der SC Rote Erde den Konkurrenten gut in den Griff bekommen.
Das 1:0 der Gäste konterten die Hammer mit vier Toren in Serie. Gut zwei Minuten vor Ende des ersten Abschnitts lag Rote Erde mit 4:1 in Führung. Es waren Nachlässigkeiten der Hausherren, die Stolberg wieder ins Spiel brachten. Eine Sekunde vor Ende des Auftaktviertels etwa kassierten sie den Anschluss zum 3:4, weil sie den Gegner unbedrängt aus der Distanz zum Wurf kommen ließen.
“Wir haben unter dem Strich ganz ordentlich verteidigt. Und auch im Angriff hatten wir genügend Chancen. Allerdings haben wir auch immer wieder in entscheidenden Situationen die notwendige Konsequenz vermissen lassen”, kritisierte Rote Erde-Coach Berg. Gleich mehrfach in der Partie vergab sein Team die Chance, sich deutlicher von den Stolbergern abzusetzen, um dann im direkten Gegenzug selbst ein Tor zu kassieren.
Ärgerlich auch aus Sicht des Trainers auch, dass dem Stolberger Liga-Toptorschützen Mark Braun gleich sechs Treffer gelangen. “Das sollte nicht passieren und war auch anders mit der Mannschaft abgesprochen”, bemängelte Berg.
Mit dem Sieg im Duell mit dem Verfolger und dem komfortablen Punktepolster gehen die Hammer jetzt in die Osterpause. Nächster Gegner ist am 17.4. (20.15 Uhr) zuhause der SV Krefeld 72 II, ehe eine Serie von drei Auswärtsspielen auf dem Programm steht.
SC Rote Erde Hamm: Kosmalla – Theismann (6), Dahlmann (1), Draskowitsch, H. Kohle, J. Müller (3), Unger (1), M. Müller (1), Schumacher, Rose, S. Kohle (3), Giesen

Foto: Sören Kohle im Angriff für den SC Rote Erde (Fotocredit: Konstantin Berg)





