Handball entstand in den Grundzügen am Ende des 19. Jahrhunderts in Dänemark und Schweden. In Deutschland bemühte sich der deutsche Turnlehrer Konrad Koch in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts um den Aufbau des Spieles und den Entwurf der Spielregeln. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es durch zwei andere Deutsche (Hirschmann und Schelenz) populär und breitete sich zunächst in vielen akademischen Bildungsstätten Westeuropas aus. Bei den Olympischen Spielen wurde Handball zum ersten Mal 1936 in Berlin gespielt, damals als Feldhandball mit elf Spielern pro Mannschaft. Mit zeitlicher Verzögerung entwickelte sich auch der Fauenhandball. Seit 1952 hat sich das Hallenhandball mit sieben Spielern pro Mannschaft gegenüber dem Feldhandball durchgesetzt. Die Hallenhandballpremiere bei Olympischen Spielen fand 1972 in München statt. Die stärksten Nationen sowohl der Männer- als auch der Frauenwettbewerbe waren Deutschland, die ehemalige UdSSR, das ehemalige Jugoslawien, Rumänien und Ungarn. Südkorea gewann jedoch die olympische Goldmedaille 1988 und 1992.

Das Spielfeld misst 40x20 Meter. Die Torraumlinie darf vom angreifenden Werfer nicht betreten werden. Von der Freiwurflinie bzw. 7-m-Linie werden Freiwürfe bzw. Strafwürfe ausgeführt. Die Handballschuhe sind gut gedämpft, um besonders bei Sprungwürfen die Gelenke zu schonen.

Je 7 SpielerInnen zweier Mannschaften bemühen sich, den Ball ins gegnerische Tor zu werfen bzw. einen Torwurf der angreifenden Mannschaft zu verhindern. Die Spieldauer beträgt 2x30 Minuten (2x25Minuten bei Frauen und Jugendlichen) mit 15 Minuten Pause in der Halbzeit. Ein Feldspieler darf den Kreis incl. Linie beim Wurfversuch nicht betreten. Er darf den Ball nicht länger als 3 Sekunden in der Hand halten. Nach dem Anspiel muss er spätestens nach drei Schritten den Ball prellen. Am Ende des Dribblings muss er spätestens nach drei Schritten abspielen oder auf das Tor werfen. Doppeldribbling ist nicht erlaubt. Die gegnerische Mannschaft erhält von der Stelle einen Freiwurf. Fouls im Bereich der Freiwurflinie werden mit einem Freiwurf geahndet. Kann ein Spieler an der Kreislinie nur noch unfair am Torwurf gehindert werden, erhält die Mannschaft einen 7-m-Strafwurf zugesprochen, der von jedem Spieler der Mannschaft ausgeführt werden darf. Grobe Fouls werden durch einen 2-minütigen Feldverweis bestraft.

Eine gute Technik beim Passen (Schlagwurfpass, einhändiger direkter oder Bodenpass, Handgelenk-, Nacken-, Rückhandpass), schnelles Dribbling, kräftige Würfe (Schlag-, Sprung-, Fallwürfe), sowie individuelles und gruppentaktisches Verständnis sind die Voraussetzungen für ein gelungenes Spiel.

Allgemeine Ausdauer, Schnelligkeit, Schnelligkeitsausdauer, Schnellkraft, Kraft, 4Kraftausdauer, Sprungkraft, Wurfkraft, Reaktionsvermögen, Gewandtheit, körperliche und geistige Beweglichkeit, Koordination, Konzentration, Emotionen (Freude bei Erfolgen oder über gelungene Kombinationen/ Enttäuschung nach Misserfolgen), soziales Verhalten in der Gruppe (Kommunikation, Kooperation, Rücksichtnahme, Fairness)

Sprunggelenke, Knie, Kopf, Schulter, Hand